Energie für Alle! Aber Woher?

Wie generieren die Länder dieser Welt ihre Energie,  und welche Folgen bringt die eingesetzte Technik mit sich?  All das und mehr erfahrt ihr jetzt und hier:

Es ist früher Morgen. Schläfrig tapsen die meisten Menschen nach dem Aufestehen als erstes in Richtung Kaffeemaschine. Kein Wunder! Denn oft sind unsere Tage ereignisreich und energiezerrend. Selbstverständlich drücken wir dabei auf den On/Off Knopf, um unserem Körper die Energie zuzuführen, die wir brauchen um kraftvoll zu starten.  Doch woher kommt unser Strom eigentlich, und welche Energiequellen nutzen die unterschiedlichen Länder dieser Welt?

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Diese Infographik beantwortet uns diese Fragen und bringt Licht ins Dunkel:

Atomkraft

Wir beginnen mit A… wie Atomkraft. Frankreich ist weltweit eines der Länder, welches seinen Energiebedarf großteils durch Nuklearenergie deckt. Der Grund dafür ist vor allem die hohe und relativ kostengünstige Stromproduktion, eine hohe Energiedichte und die geringe CO2 Bilanz. Sogenannte Super-GAUs wie Tschernobyl und Fukushima, werfen allerdings ein eher schlechtes Licht auf diesen Energieträger. Aufgrund der hohen Risiken die mit Kernspaltung einhergehen, und der ungeklärten Endlagerung von radioaktivem Abfall, stellt diese Möglichkeit für viele Menschen keine optimale Lösung dar. Denn sollte etwas schiefgehen, sind viele Generationen vom strahlenden Erbe betroffen. Deshalb sollen im Jahre 2030, mindestens 40% des benötigten Energiebedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt werden.

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Fossile Energieträger

Weiter geht es mit Kohle:

China ist bekannt, für seinen Bedarf und die Produktion großer Mengen. Egal ob Menschen, Kleidung oder Energie, in China denkt man in größeren Dimensionen. Deshalb setzt das Land bei der Energiegewinnung auf Kohle. Noch gibt es nämlich relativ viel von dem altbewährten Rohstoff, doch in 200 Jahren sieht diese Situation schon ganz anders aus. Dann ist die endliche Ressource nämlich erschöpft, und lassen wir es soweit kommen, unsere Umwelt auch. Mit der schlechtesten CO2 Bilanz ist dieser Energieträger, der Vorreiter in Sachen Umweltverschmutzung. Sogar Erdöl und Erdgas weisen eine geringere CO2 Bilanz auf, und haben weniger Einfluss auf den globalen Treibhauseffekt. China ist aber gerade auf dem Weg Vorreiter in Sachen erneuerbarer Energien zu werden, damit der Bevölkerung nicht der Saft ausgeht.

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Erdgas

Die USA. Ein Land mit unendlichen Möglichkeiten, wo Träume wahr werden und Ressourcen ihre ewigen Weiten finden. Eine Gemeinsamkeit aller fossilen Energieträger ist die Endlichkeit, welcher sie unterliegen. Fracking ist eine Methode um Erdgas zu gewinnen, und vor allem Amerika ist bekannt für diese Art der Energiegewinnung. Mit den geringsten CO2-Emissionen unter den fossilen Energieträgern, gewann es in den letzten Jahren an Bedeutung. Doch jede Medaille hat 2 Seiten und so auch die Erdgas-Gewinnung. Denn vor allem bei Fracking werden umweltschädliche Chemikalien in die tiefsten Tiefen der Erde gepumpt, um den Rohstoff an die Oberfläche zu befördern. Grundwasser wird verschmutzt und Lebensräume zerstört. Auch finanziell ist Erdgas als Energieträger nicht sehr rentabel. Da es sehr vom Ölpreis abhängt, welcher auf und abfährt, wie auf einer Achterbahn.

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Kommen wir also zum Erdöl:

Im Laufe der Geschichte wurde es auch, beinahe liebevoll, das „schwarze Gold“ genannt. Russland und arabische Länder verdienen, mit diesem Rohstoff enorm viel Geld, auch wenn der Ölpreis zahlreichen Schwankungen unterliegt. Endlose Kriege werden aufgrund dieser Ressource geführt. Kein Wunder denn Erdöl ist einsetzbar für Wärme, Strom und Kraftstoff, wird seit mehr als 2000 Jahren verwendet und hat eine sehr hohe Energiedichte. In ca. 40 Jahren ist aber Schluss, mit dem Geschäft um den fossilen Energieträger. Dann müssen sich nicht nur Produzenten, sondern auch Konsumenten Alternativen suchen. Der Umwelt zu Liebe, ist man beinahe gezwungen, schon früher andere Wege zu gehen.

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Erneuerbare Energien

Geothermie:

Immer mehr europäische Länder versuchen  konventionellen Energieträgern den Rücken zuzukehren. Aufgrund der Verfügbarkeit einer bestimmten Ressource ist das allerdings nicht immer möglich. Dieses Problem kennt Island nicht. Denn dieses Land schafft es, aufgrund seiner unvergleichbaren Voraussetzungen, Strom zu 100% mittels erneuerbaren Energien zu erzeugen. Geothermie ist die Stärke Islands. Hier hat man das ungenutzte Potential dieses Energieträgers früh erkannt hat. Energie steht somit unabhängig von Witterung und Tageszeit zur Verfügung, hat eine gute CO2 Bilanz und ist auch für die Wärmeproduktion geeignet. Anfangs können bei der Erschließung der beiden Bohrungen, und des Bohrturmes höhere Kosten anfallen. Hat man aber den Zugang zur heißen Quelle gefunden, und diese nach oben befördert, rentiert sich diese Methode für das jeweilige Land.

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Wasserkraft:

Norwegen ist ein weiteres Land, welches den Energiebedarf des eigenen Landes, und auch über die Grenzen hinaus, unabhängig von fossiler Energie decken kann. Wasserkraft ist hier das Stichwort. Hat man die Kraftwerke erst einmal gebaut, sollen die Betriebskosten sehr gering sein. Weitere Vorteile sind eine hohe Speicherfähigkeit und beinahe keine Schadstoffemissionen beim Betrieb. Allerdings greifen Wasserkraftwerke in den Lebensraum der artenreichen Wasserbewohner ein, und stören diese.

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Wind und Sonne:

Auch Wind und Solarenergie gehören zu den Energieträgern, die eine gute CO2 Bilanz aufweisen können. Beide Methoden haben viel ungenütztes Potential, welches es zu nutzen gilt. Vor allem im Meer werden immer mehr Windräder montiert, und der besonders starke Wind dort genutzt. Das zeigen Off-Shore Windfarmen wie in England. Auch an Solar-Energie mangelt es bei Weitem nicht, und momentan wird das mögliche Potential noch nicht annähernd ausgeschöpft. Beide Energieformen sind Anfangs mit relativ hohen Kosten verbunden, welche sich nach gewisser Zeit reduzieren, und Energie somit fast nichts mehr kostet. Doch die Preise für die Anschaffung fallen bereits und China übernimmt den Markt. Ein Nachteil ist die Abhängigkeit von Schwankungen, da Wind und Sonne nicht immer im gleichen Maße vorhanden sind, doch auch für dieses Problem sucht man bereits eine Lösung.

Ein drastischer Anstieg der Weltbevölkerung wurde bereits prognostiziert. Dieser und weltweit steigende Lebensstandards sind Gründe für einen höheren Energiebedarf. Fossile Energieträger sind endlich, und Atomkraft geht oft mit fatalen Risiken einher. Außerdem beeinflussen diese altbewährten Energieträger die Umwelt enorm. Ein Ausbau und die Verbesserung der erneuerbaren Energiesysteme, sowie ein sparsamer und effizienter Umgang mit Energie scheint deshalb unausweichlich. Die gute Nachricht ist: wir sind am Weg.

Quellen: Go compare, Energieatlas, Greenpeace, IEA

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