Tierquälerei und Trophäenjagd

 

Jährlich werden mindestens 20.000 Elefanten in Asien und Afrika wegen ihrer Stoßzähne getötet. Umso schokierender ist es, wenn die USA ein Elfenbeinimportverbot aufhebt und die Jagd nach Trophäen erlaubt und Tierquälerei begünstigt.

Ein väterliches Geschenk, das mich ein weiteres Mal den Kopf schütteln lässt. Donald Trump lässt nicht locker, wenn es um Eskapaden geht. Egal ob es um Obama care oder das von ihm errichtete Elfenbeinimportverbot geht, es scheint als würde Trump versuchen alles rückgängig zu machen, was in seiner Vorgängerpräsidentschaft erreicht wurde.

Kann ein Mensch so egoistisch und herzlos sein, dass er nur für den eigenen Stolz die Ausrottung einer Tierart herausfordert?

Ja! Leider ist das kein schlechter Scherz.

Denn seine Söhne freuen sich über die wiedergewonnene Freiheit in Sachen Mord und Trophäenjagd. Nun darf er als amerikanischer Jäger, Elefanten in Afrika ermorden und deren Körperteile importieren.

Hier eine  Petition für den Wildtierschutz

Die Begründung

Als US-Amerikanischer Präsident muss er zumindest so etwas wie eine Alibi Begründung liefern. Das macht Donald wie immer über Twitter:

Die legal regulierte Jagd solle die Tiere erhalten behauptet die US-Regierung nachdem sie das Importverbot aufgehoben hat.

Warum das Elfenbeinimportverbot erhalten bleiben soll?

Klar der Schwarzmarkt ist ein großes Problem, aber so ein Importverbot aufzuheben ist genau das Gegenteil was man tun sollte, wenn einem Lebewesen etwas bedeuten würden. So wird es nur noch schwieriger Wildtiere zu schützen und die Jagd und Tierrquälerei einzuschränken.

 

Die Beschränkung des Tierleids

Immerhin sind „nur“ Elephanten und Nashorntrophäen aus Zimbabwe und Zambia erlaubt. Jene die Elefanten jagen werden sich motiviert fühlen wieder mehr Tiere zu töten, weil sie sich den großen Gewinn erhoffen.

Warum tun Menschen so etwas?

Elfenbein oder auch weißes Gold genannt, wird zum Beispiel für Schmuck oder auch als Potenzmittel verwendet. Es hat also nicht wirklich einen lebensnotwendigen Nutzen.

Im Washingtoner Artenschutzabkommen wurde im Jahre 1989 beschlossen, dass der Handel mit Elfenbein grundsätzlich verboten ist. Daran halten sich aber nicht alle Menschen und deshalb sind Elefanten und Nashörner bedroht.

 

In den letzten Jahren, also seit 2001 ging die Zahl der ermordeten Elefanten in Afrika allein in Simbabwe um sechs Prozent zurück.

Fünf Millionen Jahre leben Elefanten schon auf der Erde. Sie gelten als sehr intelligent und sozial. Doch bedroht der Mensch weiterhin die Existenz dieser Tiere, könnte es diese majestätischen Geschöpfe bald nicht mehr geben.

Besonders inhuman ist auch der Tötungsakt selbst. Denn Elefanten wiegen ca. 5000 kg. Um sie zu töten werden Waffen verwendet die einen Menschen von ca. 80 kg töten sollen. Das ist eine große Differenz. Man kann sich also vorstellen, dass ein Schuss nicht reicht.

Schwarzmarkt

96 Prozent des Internets soll nicht von Suchmaschinen abgedeckt werden. Diesen Ort nennt man Deepweb und ein großer Teil davon ist das Darkweb. Es soll 500 mal größer sein als das Worldwideweb. Dort findet man illegales wie Drogen, Menschenhandel aber auch Elfenbein, Nashorn oder Tigerpfoten.

 

 

Trump macht sein eigenes Ding

Noch nie wurde so viel Elfenbein beschlagnahmt wie 2016. Der wachsende Schwarzmarkt aber vor allem schärfere Gesetze sind der Grund dafür. Deshalb braucht es zum Schutz dieser Tiere Einheit in den Entscheidungen. Denn in den letzten 10 Jahren hat sich die Zahl der afrikanischen Elefanten um ein Fünftel minimiert.

Im März hatte China, der weltgrößte Markt für Elfenbein, den Handel mit den Stoßzähnen untersagt. Auch in Europa wurde ein Importverbot eingeführt. Das hilft zumindest ein wenig um die Jagd von Elefanten und Nashörnern einzuschränken. Doch wenn ein Präsident wie Donald Trump sein eigenes Ding macht, droht der Erfolg im Wildtierschutz zu scheitern.

Müssen wir uns wirklich an anderen Lebewesen bereichern, nur um die Gier nach Status zu befriedigen?

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