7 Erkenntnisse eines umweltbewussteren Lebensstils

 

Seit ich beschlossen habe mein Leben umzukrämpeln und in Richtung Nachhaltigkeit zu steueren, habe ich viel gelernt. Über mich Selbst und Andere, Herausforderungen, woran es fehlt und wo es schon viel Potential in Sachen umweltbewusstsein gibt. Was ich in den letzten vier Jahren durch ein umweltbewussteres Leben gelernt habe, erfährst du hier.

Ganz oder Gar nicht?

Darum geht es nicht! Die Ernährung muss nicht 100 % vegan, dein Lebensstil nicht Zero waste und die Energie die du beziehst nicht nur Ökostrom sein. Es ist schon toll, wenn du Müll trennst, wenn du nur 2-mal die Woche Fleisch, statt jeden Tag drei-Mal Tiere isst, du kannst weniger Fliegen, öffentliche Verkehrsmittel nutzen oder grundsätzlich bewusster konsumieren.

Wenn wir alle ein bisschen etwas in die Umweltkasse einzahlen würden, hätten wir wohl Alle weniger Sorgen. Egal für welche Option oder Kombination du dich entscheidest, jeder Schritt in Richtung Nachhaltigkeit zählt

Schwarz oder Weiß?  BUNT!

Oft spielen so viele Faktoren eine Rolle in Sachen nachhaltigem und umweltbewusstem Lebensstil, dass es schwer zu sagen ist: Tu nur dies, und niemals das. Klar gibt es Ausnahmen aber wichtig ist, nach bestem Gewissen für dich selbst abzuwägen.

Faktoren wie Fairness im Produktionsprozess, Transport, Ressourcenverbrauch, Tierwohl, und vieles mehr sind Teil täglicher Entscheidungen.  Wie Maddie in ihrem Podcast:“a mindfulmess“ (Folge 7) sagt: „Es geht um Maß und Ziel, um die Sinnhaftigkeit hinter einem Kauf oder Verzehr.“

Zeige nicht auf andere, sondern mache es Besser

Es sind individuelle Entscheidungen wie: Esse ich Fleisch oder nicht, Fliege ich oder suche ich mir Alternativen, kaufe und unterstütze ich umweltschädliche Produkte oder achte ich auf meinen Konsum?  All diese Fragen und viele andere sind solche, die jeder für sich selbst entscheiden muss.

Klar ist: Du trägst die Verantwortung für dein Handeln, und du muss damit leben. Doch du entscheidest.  Jeder der den Finger auf dich zeigt, hält drei Finger in seine eigene Richtung. Bis heute ist mir noch niemand begegnet der oder die alles Richtig in ihrem Leben gemacht hat.

Augen verschließen macht wenig Sinn

Aus Frust kaufe ich jetzt das Rindersteak, eingepackt in vier Schichten Plastik, am besten kommt es noch von weit her und für das Futter wurde der Regenwald abgeholzt. Vielen ist das egal, aber immer mehr Menschen machen sich Gedanken über die Umwelt und deren Wohlergehen. Egal ob am Arbeitsplatz, in der Schule und sogar im Fernsehen begegnet uns das Thema immer wieder.

Du kannst es leugnen, doch es wird nicht lange dauern bis du der Realität wieder entgegenblicken musst. Warum? Ganz einfach, weil der Klimawandel, das Müllproblem oder auch die Fruchtbarkeit unserer Böden uns eine Pistole auf die Brust setzen werden, und kein Problem gelöst wird, wenn man wegschaut und weiter lebt wie bisher.

Wir sind Gewohnheitstiere?

Wenn du einkaufen gehst, denkst du lange nach was in deinen Einkaufskorb kommt oder hast du Lieblingsprodukte die du immer wieder kaufst? Die meisten, vor allem in Stresssituationen, sind Gewohnheitstiere. Auch ich. Doch inzwischen habe ich entdeckt, dass ich eigentlich ganz andere Lieblingsprodukte genauso gerne mag, und gleichzeitig ein umweltbewusstes Leben erleichtern.

Gewohnheiten zu ändern ist nicht immer einfach. Ganz klar!  Vor allem braucht dieser Prozess Zeit, aber nur weil du es immer so gemacht hast, heißt das nicht, dass es die beste Option für dich ist.

Geduld ist eine Tugend…

…und ich wurde nicht damit geboren. Je näher ich meinem Erwachsenen-Ich komme, desto mehr wird mir bewusst, dass Geduld ganz schön nützlich ist. Vor allem wenn du zum Beispiel von einem verschwenderischen Lebensstil auf einen nachhaltigeren wechseln möchtest.

Denn in Wirklichkeit ist es ein Prozess. Es geht nicht von heute auf Morgen, du brauchst Optionen, Alternativen und Wissen, das du dir aneignen kannst, und das geht manchmal schnell und dann wieder ganz langsam. Vor allem neue Gewohnheiten, jene die die Basis eines umweltbewussten Verhaltens darstellen, brauchen Zeit.

Wir lernen von und miteinander

Wie, wo und mit wem wir groß werden hat Einfluss auf unser ganzes Leben. Auch darauf ob wir uns umweltbewusst verhalten oder nicht. Wenn du früher gesehen hast, dass deine Mama mehr auf Menge und Preis, anstatt auf Qualität geachtet hat, wirst du heute wahrscheinlich auch weniger auf Bio Qualität achten. Du wirst es so machen, weil du es so gewohnt bist.

Unsere Eltern können aber auch nicht immer alles richtig machen, so wie jeder Mensch. Du kannst aber etwas von anderen lernen und diese Verhaltensweisen testen. Ein Konzept das funktioniert, ich weiß das, denn ich habe es ausprobiert.

Klar es ist einfach und bequem das zu tun, was wir gewohnt sind. Da lassen sich auch schlüssige Argumente wie die Tonnen an Plastik im Meer, der Klimawandel der für Hitzewellen und Artensterben verantwortlich ist, oder das Fleischessen das so ziemlich jedes dieser Probleme durch unsere derzeitigen Herstellungsprozesse unterstützt, ignorieren.

Doch wenn wir uns für Ignoranz entscheiden geben wir das Recht ab, uns darüber zu beschweren, dass wir nichts mehr zu Essen haben, weil unsere Böden nicht fruchtbar sind, oder dass wenn wir das Haus verlassen eine Atemschutzmaske tragen müssen wie in China, oder dass unsere Kinder nicht mehr wissen wie es ist im Wald zu spielen, weil er kaum noch existiert.

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