Green economy: die grüne Wirtschaftstransformation

Wir vergleichen Länder mit einander, bewerten sie und das wichtigste scheint das Wachstum der Wirtschaft zu sein. Um dieses zu messen wird oft auf das Bruttoinlandsprodukt zurückgegriffen oder andere rein ökonomische Kennzahlen. Warum das für die Zukunft und eine green economy nicht mehr reicht erfährst du hier.

Was ist eine green Economy?

Wie wir wirtschaften, beeinflusst Menschen, Tiere und die Umwelt, Heute aber auch in Zukunft. Die Wirtschaft ist im Wandel und so sollen Wirtschaftstheorien wie die Green Economy unser Leben besser und die Umwelt gesünder machen. Kapitalismus, Materialismus oder ein unendliches und ressourcenintensives Handeln, haben uns die letzten Jahrzehnte begleitet, und uns in Situationen gebracht, die uns als Menschen heute teilweise überfordern.

Immer mehr Menschen sagen deshalb: so kann es nicht weiter gehen, aber was ist die Alternative?

Wachstum

Schon vor Jahren haben sich die Vertreter der Länder dieser Welt getroffen, an einen Tisch gesetzt und erkannt: Es muss eine neue Form des Wirtschaftens geben. Eine unter mehreren Alternativen ist die Green Economy. Sie ist ein neues Leitbild für die wirtschaftliche Entwicklung und strebt an, Ökologie und Ökonomie zu verbinden.

Dadurch soll das menschliche Wohlbefinden gesteigert, die Umwelt geschützt und nachhaltiges Wirtschaftswachstum ermöglicht werden. Denn vor allem unterlassener Umweltschutz verursacht Kosten, die irgendwann gedeckt werden müssen. Beispiele dafür sind: umweltbedingte Gesundheits- und Materialschäden, Ernteausfälle oder die Kosten des Klimawandels.

Die Zukunft der Wirtschaft?

In Zukunft werden bestimmte Ressourcen nicht mehr so vorhanden sein, wie sie es heute sind. Auch deshalb und, weil mehr Menschen auf dem Planeten leben und die Nachfrage nach Produkten größer werden wird, braucht es ein neues System, welches erlaubt alte Fehler auszubügeln. Dabei darf natürlich nicht vergessen werden, dass der Handel immer globaler und die Welt Stück für Stück digitaler wird.


Wie ist es also schaffbar, eine stabile Wirtschaft zu ermöglichen und dabei den Anspruch an natürliche Ressourcen zu entkoppeln?

Neuseeland setzt auf Lebensqualität

Mit einer neuen Regierung, kann sich auch wirklich etwas zum Positiven verändern. Das will Neuseeland beweisen, indem das Land weg von rein ökonomischen Kennzahlen, hin zu mehr Wohlbefinden will. Deshalb werden bei zukünftigen Entscheidungen, nicht nur berücksichtigt ob diese wirtschaftlich lukrativ sind, sondern auch welche Folgen für die Bevölkerung erwartet wird.

Picknick

Dabei werden Prinzipien des Living Standards Framework eingesetzt. „Im Leben geht es um mehr als Geld“, ist das Statement, das die Regierung zum neuen Investmentplan gegeben hat. Um nicht blind zu entscheiden, arbeitet die Regierung mit einem Balance sheet, indem auch Bereiche wie: Umweltschutz, Wohnen, Infrastruktur, und nicht nur das Wirtschaftswachstum vorkommen. Denn es reicht einfach nicht mehr, Entscheidungen nur auf wirtschaftlicher und nicht holistischer Basis zu treffen.

wandern in Neuseeland

Bhutan, ist ein weiteres Land, das verstanden hat, so geht es nicht weiter. Deshalb wurde dort auch der Gross National Happiness Index eingeführt.

Warum nachhaltiges Wachstum so wichtig ist?

Die Welt verändert sich. Auch große Wirtschaftsmächte erkennen langsam, dass ein unendliches Wirtschaftswachstum auf einem Planeten mit endlichen Ressourcen, etwas unrealistisch ist.

  • Konsumenten informieren sich mehr, und immer zahlreicher erkennen die Menschen die Bedeutung der Kaufkraft, und sind auch bereit mehr für bessere Qualität zu zahlen. Denn langsam wird es möglich, durch Information und Transparenz bewusste Konsumentscheidungen zu treffen.
  • Zusätzlich kommt auch die Politik ins Handeln. Die CO2 Steuer und neue Gesetze und Richtlinien, werden umgesetzt um diesen Planeten und unser Zuhause zu schützen.
  • Auch Investoren, achten immer mehr darauf wen sie unterstützen. Gesucht werden vermehrt sozial freundliche und umweltschonende Unternehmenskonzepte.

Umweltschutz und wirtschaftliche Entwicklung brauchen einander. Das eine basiert auf dem anderen. Das Kaufen und Verkaufen unterliegt einem Kreislauf, der durch viele Einflussfaktoren gestört werden kann. Nur wenn an den richtigen Schrauben gedreht wird, können ein gesünderer Planet und eine florierende Wirtschaft co-existieren.

Quellen:
https://ensia.com/voices/gdp/
https://treasury.govt.nz/sites/default/files/2018-03/is18-quick-guide.pdf
https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/wirtschaft-umwelt
https://www.eea.europa.eu/publications/europes-environment-aoa/chapter3.xhtml
https://sustainabledevelopment.un.org/index.php?menu=1446

https://ensia.com/voices/global-economy-transitions-toward-sustainable-growth/
https://treasury.govt.nz/sites/default/files/2018-03/is18-quick-guide.pdf

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