Wir haben ein Problem: E-Waste

„Elektronik begleitet Fortschritt und Wohlstand.“ Doch nicht alle profitieren davon. Denn durch den explodierenden Konsum von Elektronik wurden Teile Afrika’s zur Müllhalde der westlichen Welt umfunktioniert. Vor welche Herausforderungen Menschen, Tiere und die Umwelt vor Ort gestellt werden, und was die Ursachen für das E-Waste Problem sind, liest du jetzt. Im nächsten Beitrag entdeckst du dann Lösungen für das Problem, und was du selbst dazu beitragen kannst.

Was ist E-Waste?

Dunkle Giftwolken, Türme gebaut aus Kabelsalat, und Berge von Schrott. Ein Bild das wiederkehrt, wenn mein Blick auf mein Smartphone oder den Laptop fällt. Über die Jahre hat sich mein Bewusstsein gegenüber unnötigem Konsum gesteigert. Doch vor allem nachdem ich die österreichische Dokumentation „Welcome to Sodom“ gesehen habe, ist mir noch klarer geworden, wie wichtig es ist dieses Problem zu beheben. Begleite mich in diesem Beitrag zu den Wurzeln des E-Waste Problems. Für gesteigertes Bewusstsein, eine Vielfalt an Perspektiven und aktives Handeln.

First things first. Was ist E-Waste überhaupt? E-Waste sind elektrische oder elektronische Geräte und deren Bestandteile, die von den Besitzern entsorgt wurden. Elektroschrott also. Je nach Typ des Elektroschrotts, wird er durch eine unterschiedliche Lebensdauer und Abfallmenge charakterisiert. Um potentielle Gefahren für Umwelt, Mensch und Tier zu eliminieren, ist es besonders wichtig diese Abfallmengen richtig zu recyceln. Wobei jede Kategorie ihre eigenen Ansprüche an das Recycling hat. Man unterscheidet diese 6 Abfallkategorien:

  1. Temperaturaustauschausrüstung: Kühlschränke, Gefriergeräte, Klimaanlagen, Wärmepumpen
  2. Bildschirme: Fernseher, Monitore, Laptops, Notebooks und Tablets.
  3. Lampen: Leuchtstofflampen, Hochdruckentladungslampen und LED Lampen
  4. Große Ausrüstung: Waschmaschinen, Elektroherde, Druck-Kopiergeräte, Photovoltaik Panels
  5. Kleine Ausrüstung: Staubsauger, Mikrowellen, Toaster, Wasserkocher, Rasierer, etc.
  6. Kleine IT- und Telekommunikationsgeräte: Mobiltelefone, GPS Geräte,Taschenrechner, etc.

E-Waste und wo die Tragödie beginnt

Wie viele Menschen kennst du, die komplett ohne Elektronik auskommen können und wollen? Ich kenne niemanden, zumindest nicht persönlich. Technischer Fortschritt, Arbeitserleichterung und Status sind nur wenige von vielen Gründen, warum in einer digitalisierten Welt wie dieser, das richtige Equipment nicht fehlen darf. Denn Smartphone, Laptop und Co ermöglichen es in dieser Welt mithalten zu können.

Die Schattenseiten der Digitalisierung

Doch hinter der schönen Fassade verbirgt sich oft Leid und Zerstörung. Denn in einem Smartphone sind 30 verschiedene Metalle enthalten, die von Menschen geborgen werden müssen. Beim Abbau von Kupfer, Eisen Aluminium, Kobalt, Zinn oder Wolfram kommen die Schattenseiten der neuen digitalisierten Welt zum Vorschein.

Metalle wie diese an die Oberfläche zu bringen ist alles andere als ein einfacher Job und birgt ein hohes Gesundheitsrisiko. Eine ganze Kette an Produktionsschritten offenbart den Teufelskreis der vor allem auch der Umwelt schadet.

Der zerstörerische Rohstoffabbau

Die Vorkommen solcher Rohstoffe befinden sich meist in Entwicklungsländern wie China, dem Kongo, oder Brasilien. Um an die Metalle zu kommen, werden vor Ort Wälder gerodet und Gestein gesprengt. Somit trägt das Problem nicht nur zur Zerstörung der dortlebenden Flora und Fauna, oder der Vertreibung der indigenen Völker bei, sondern befeuert auch den Klimawandel.

Im nächsten Schritt müssen die Metalle aus dem Gestein gelöst werden, wobei oft giftige Chemikalien verwendet werden. Diese gelangen auf direktem Weg in die Lungen der ArbeiterInnen, und über Umwege in Flüsse, Meere und Böden.

Schlussendlich braucht sowohl die Weiterverarbeitung aber auch der Transport viel Energie. Diese wird meist durch Erdöl gewonnen, ein weitere Ressource deren Ausschöpfung aber schon ihren Grenzen naht.

Eine E-Waste Geburtsstätte: Bolsanegra

Eine solche Miene liegt zum Beispiel in Bolsanegra, Bolivien. Ein Ort, wo Menschen stundenlang schwere Gesteinsbrocken aussortieren, und das wertvolle Material mit Hand und Hammer von den Wänden klopfen. Kälte, Dunkelheit und Enge sind der Alltag in Mienen wie diesen. Sie triefen vor Feuchtigkeit, weswegen das Atmen schwer fällt.

Hier stehen Sicherheit und faire Löhne auf der Prioritätenliste weit unten. Doch die Menschen machen die Arbeit trotzdem! Denn sie sind auf dieses Geld angewiesen. Um sich selbst zu ernähren, und ihren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen. Dafür bezahlen sie wahrscheinlich nach gewisser Zeit mit ihrem Leben und ihrer Gesundheit, durch Unfälle, Lungenschäden oder Rheuma.

Doch die Rohstoffe bei Mienen wie dieser zu erwerben ist bei Industrievertretern heiß begehrt. Denn hier zahlt man weniger für die Rohstoffe, da Kosten für Umwelt, Gesundheit und Sicherheit nicht implementiert sind. Politische Rahmenbedingungen die in Ländern wie Bolivien herrschen machen diese Profitsteigerung der Industrie erst möglich.

E-Waste Recycling – so funktioniert’s

Nachdem die Rohstoffe geborgen, in den Geräten zusammengebaut, diese dann ver- und gekauft wurden, will sie bald keiner mehr haben. „Zu alt, zu langsam, nicht gut genug“ heißt es dann. Bei richtigem Recycling können Müllberge aus Kabeln, Bildschirmen und Laptops eingedämmt werden. Doch die Realität sieht anders aus. „Denn weltweit werden nur 25% der E-Abfälle richtig recycelt.“

Das liegt zum einen daran, dass viele Geräte einfach Zuhause in irgendeiner Ecke abgestellt werden und verstauben. Oder noch schlimmer: sie werden einfach im Restmüll entsorgt, oder am Straßenrand abgestellt. So fallen sie direkt in die Arme illegaler Elektroschrott Händler.

Wird richtig recycelt, können über 80 verschiedene Rohstoffe bei der Verwertung aus den Altgeräten gewonnen werden:

Ein erster Schritt ist die Schadstoffentfrachtung. Dabei werden giftige Stoffe wie Arsen, Blei, Cadmium und Quecksilber aus den Geräten entfernt. Diese vier sind besonders gefährlich und hochgiftig. Schon in sehr kleinen Mengen können sie erhebliche Schäden hervorrufen, wie zum Beispiel: Hirnschäden, Fehlgeburten und auf der ökologischen Seite: der Verlust der Bodenfunktionen. Insgesamt 20 Schwermetalle finden sich in Elektroabfällen. Somit herrscht auch in Recyclingzentren Gefahrenpotential.

Im nächsten Schritt werden die Batterien, Kondensatoren und Leiterplatten aus den Geräten genommen. Das restliche Gehäuse wird im sogenannten „Smasher“ zu Granulat zerkleinert. Durch Luftstrahlen, der Farbe oder ein Wasserbecken lassen sich die unterschiedlichen Materialen auseinandersortieren. So können die einzelnen Rohstoffe wiederverwertet und dem Kreislauf zugeführt werden.

Um die ArbeiterInnen so gut wie möglich zu schützen, gibt es bestimmte Vorschriften und Auflagen die eingehalten werden sollten. Doch auch im Recyclinggeschäft werden diese nicht immer so Ernst genommen. Denn nicht alle Länder sind bereit sich ihrem Elektroschrott selbst anzunehmen. Dann werden Müllberge über das Meer transportiert. An Orte, wo es niemanden interessiert, wie es den Menschen mit der Fracht an Elektroschrott geht.

Österreich ist eines der Vorzeige-Länder in Sachen Abfallwirtschaft, auch wenn noch genug Luft nach oben ist. Hier hat man erkannt, dass die Verwertung von Sekundärrohstoffen aus Elektroaltgeräten nicht nur wirtschaftlich lukrativ, sondern auch für den Klimaschutz notwendig ist. Laut ARA betrug die Treibhausgas-Einsparung durch Recycling in Österreich im Jahr 2016 rund 300.000 t CO2-Äquivalente.

Die Mechanismen des illegalen Elektroschrotthandels

Du fragst dich jetzt vielleicht: „Woher kommt all dieser Müll? „

Meist wird er von großen Häfen wie Hamburg verschifft. Legal ist das nicht immer. Europa sammelt zwar am meisten Elektroschrott wieder ein, doch das sind lediglich 35%. So haben wir 2016 12,3 Millionen Tonnen Elektromüll generiert. Das kann nur noch China übertreffen mit 18,2 Millionen Tonnen. Amerika ist auf Platz 3 mit 11,3 Millionen Tonnen. Ein großer Teil der Geräte stammt also aus Europa.

In Österreich allein werden rund 16 000 Tonnen Elektroschrott jedes Jahr in das Ausland verschifft. Illegal! Denn spezielle Sammeltrupps, sogenannte Kleinmaschinenbrigaden werben dafür, dass sie den Elektroschrott entsorgen. Sie haben aber meist keine Genehmigung und können mit dem E-Waste machen was sie wollen. Solange sie dabei niemand erwischt.

Die Mechanismen des illegalen Elektroschrotthandels haben auch wirtschaftliche Konsequenzen. Denn die enthaltenen Rohstoffe sind sehr wertvoll und wir könnten sie für die Weiterverwendung nutzen. So verlieren wir ungefähr 2 Millionen Euro pro Jahr, weil wir alte Elektronik den illegalen Mechanismen der E-Waste Sammlern überlassen und sie nicht richtig entsorgt haben.

Einer der wichtigsten Schritte ist es also den illegalen Transport einzudämmen. Er zerstört die Umwelt und die Gesundheit der Menschen die zum Beispiel in Agbogloshie leben, und diesen Müll gar nicht verursacht haben.

E-Waste Endstation

Die 75% des Elektroschrotts der nicht recycelt wird landet oft illegal auf Müllhalden. Ein Beispiel für eine solche Elektroschrott Müllhalde ist Agbogloshie, ein Slum bei der Millionenmetropole Accra in Ghana. Ungefähr 6000 Männer, Frauen und Kinder leben in Sodom. Wie die EinwohnerInnen Agbogloshie bezeichnen. Welche Zustände dort herrschen und wie es den Menschen dort geht, zeigt die Dokumentation „Welcome to Sodom – dein Smartphone ist schon hier“ von Florian Weigensamer & Christian Krönes.

Welcome to Sodom

Elektronik die ausgedient hat landet also zum Beispiel in Sodom, einem der verseuchtesten Orte dieser Erde. Dort wird er dann zerlegt, sortiert und verkauft. Die Lebenserwartung eines Menschen der in Sodom arbeitet liegt bei durchschnittlich 40 Jahren. Diese Menschen werden auch als die Verlierer der digitalen Revolution bezeichnet. Denn Sodom betritt niemand freiwillig.

Ein kleiner Ausschnitt aus einem News.at Interview mit Florian Wegsamer: „Es ist ein Ort, der nicht nur Endstation für unsere Elektrogeräte ist, sondern Endstation für jedes Leben. Die Erde ist schwarz und verbrannt, der Fluss ist tot, man kann hier kaum noch von Wasser sprechen, über der ganzen Halde liegen schwere Rauchschwaden und man fühlt sich tatsächlich wie am Ende der Welt, wie am Eingang zur Hölle.“

Kinder leben und arbeiten im E-Waste Friedhof

Kinder die zum Teil hier geboren werden, suchen den Boden nach Metallteilen mit Magneten ab, um sie dann für wenig Geld zu verkaufen. Der Preis richtet sich nach den Rohstoffpreisen an der Börse, den sie mit ihren Smartphones abrufen können. Für einen Sack Eisen bekommen sie zum Beispiel einen Euro. Wobei Kupfer oder Aluminium noch weniger wert sind.

Die Rollenverteilung ist klar: Frauen verkaufen Wasser in kleinen Plastiksäckchen und Männer zerlegen die ausgedienten Elektroteile. Feuer ermöglicht es ihnen an Rohstoffe wie Kupfer zu gelangen, wofür erst Kabel geschmolzen werden müssen. Deshalb ist Sodom in Giftwolken gebettet.

Keine Wahl und Wissen

Freiwillig macht das wohl niemand. Viele Menschen haben einfach keine andere Wahl, weil sie schon in dieses Leben hineingeboren wurden, keine andere Möglichkeit finden um ihren Lebensunterhalt zu verdienen oder von der Gesellschaft verstoßen wurden. Zum Beispiel, weil man Homosexuell ist.

Abgesehen davon, fehlt oft das Wissen über die Tragweite der Schäden die diese Arbeit mit sich bringt. Nicht nur am Wissen über die gesundheitlichen Folgen mangelt es. Sondern auch wie richtiges Recycling funktioniert und welche Schäden dieses Geschäft mit sich bringt, wissen die Wenigsten. Eine Umweltsünde ist es auf jeden Fall. Denn die Schwermetalle gelangen auch in den Boden, in das Wasser und die Luft. Dadurch werden Böden unfruchtbar und das Grundwasser vergiftet.

Wie E-Waste sonst noch verwendet wird

Dieses Video zeigt die tragischen Umstände die mit dem E-Waste Problem einhergehen. Es zeigt aber auch was die Menschen vor Ort aus ihrer Situation machen. Mit Kreativität wandeln sie den Elektroschrott in Produktionen wie diese um.

Ein weiteres Beispiel für eine Müllhalden die wir nach Afrika ausgelagert haben ist Lagos in Nigeria. Eine Untersuchung von Greenpeace, dem Basler Aktionsnetzwerk, BBC und CNN ergab: die meisten Menschen die dort arbeiten sind zwischen 10 und 19 Jahren. Sie arbeiten dort unter dem Mindestlohn, unter gesundheits- und auch lebensgefährlichen Bedingungen. Denn auch hier nutzen 84 Prozent die offene Verbrennung um die Edelmetalle aus den Elektrogeräten zu lösen.

Warum macht niemand etwas dagegen? Gibt es keine E-Waste Gesetze

Es gibt Gesetze sogar mehrere!

1.) Die Baseler Konvention
Im Mai 1992 trat die Baseler Konvention für ein umweltgerechtes Abfallmanagement
in Kraft. Das ist ein Übereinkommen, welches die Ablagerung von Elektromüll in ärmeren Ländern verhindern soll. Es verbietet also den Handel mit Giftmüll. Mittlerweile haben 176 Staaten dieses Abkommen unterzeichnet, unter anderem die wichtigsten Industriestaaten. Doch eine wichtige Weltmacht fehlt: die USA. Was glaubst du, wieviel % ihres Elektroschrottes exportieren die USA? 80%! Für ein Drittel der weltweit anfallenden Elektroabfälle sind somit die USA und China verantwortlich.

Second Hand Ware ist aber erlaubt. Oft ist es schwierig zu unterscheiden ob ein Gerät noch funktioniert oder nicht. Diese Grauzone wird schamlos ausgenutzt. So werden laut UN-Report jedes Jahr ca. 17 Milliarden Euro an illegaler Verschiffung von Elektroschrott verdient.

2.) Abfallwirtschaftsgesetz Österreich (AWG, § 28a)

Das Abfallwirtschaftsgesetz verpflichtet GemeindennSammelstellen für Elektro- und Elektronik-Altgeräte aus privaten Haushalten sowie Gerätealtbatterien und -akkumulatoren einzurichten. Heimische Entsorgungssysteme müssen dafür finanziell unterstützend agieren, um die Mindestausstattung an Infrastruktur bereitzustellen.

3.) Seit 2016 sollen die Mitgliedsstaaten der EU 45 Tonnen Elektroschrott pro 100 Tonnen verkaufter Elektronikgeräte selbst einsammeln, sodass es nicht mehr zu illegalen Exporten kommt. Um als Verbraucher den illegalen Weiterverkauf von Elektrogeräten nach Asien und Afrika zu verhindern, sollten alte und defekte Geräte bei offiziellen Recyclingstellen oder beim Hersteller abgegeben werden.

4.) Außerdem sind seit 2015 Elektrogeschäfte mit mehr als 400 Quadratmetern Fläche verpflichtet, alte Elektrogeräte beim Neukauf eines gleichwertigen Geräts zurücknehmen zu müssen. Kleine Geräte (bis 25 Zentimeter Kantenlänge) wie Handys, Ladegeräte, Modems oder Toaster müssen auch ohne Neukauf angenommen werden. In beiden Fällen muss kein Bon für die Altgeräte vorgezeigt werden.
Was sind die Ursachen für das Problem?

E-Waste Ursachen

Sich durch den Dschungel dieses Problems zu kämpfen hat etwas gedauert. Doch was sind die Ursachen für so viel E-Waste?

1.) Geplante Obsolesezenz
Geplante Obsoleszenz bezeichnet eine bewusste Strategie von Herstellern. Es werden Sollbruchstellen eingebaut, um den Lebenszyklus des Produktes zu verkürzen. Du kennst den Moment vielleicht: Du hast dir Mühe gegeben gut auf das Gerät aufzupassen, doch nach kurzer Zeit gibt es einfach den Geist auf. Das ist nicht nur ärgerlich und teuer, sondern vor allem Ressourcenverschwendung.

Somit finden sich KonsumentInnen schon nach ein paar Jahren wieder und wieder in der Situation, ein neues Gerät zu kaufen. Für die ProduzentInnen lohnt sich dieser Betrug an den KonsumentInnen aber so richtig. Denn dadurch verkaufen sie weit mehr, als wenn sie Geräte langlebig designen würden. Wann das Ablaufdatum für dein Gerät angesetzt ist, weißt du nicht. Nur, dass es nicht ewig hält. Bringst du dein Handy, deinen Laptop oder ein anderes Elektrogerät zum Hersteller, stellt sich schnell heraus, dass die Reparatur viel teuere wäre als ein neues Produkt zu kaufen. Nur wenige Leute leisten es sich deshalb Nerven, Geld und Zeit in die Reparatur zu investieren. So werden wir Teil, des E-Waste Problems.

2.) Technische Entwicklung

Nicht nur geplante Obsoleszenz trägt zum E-Waste Problem bei. Technik entwickelt sich rasant schnell weiter. Um mithalten zu können, fühlen sich viele Menschen gezwungen immer am neusten Stand der Technik zu bleiben. Jedes Jahr gibt es ein neues iPhone das alle bisherigen Produkte in den Schatten stellen soll. Nachdem wir sie gekauft haben freuen wir uns wahrscheinlich für bestimmte Zeit darüber. Doch langsam wird das Gerät zu einer Selbstverständlichkeit und in kürzester Zeit ist es wieder out.

3.) Verlockende Verkaufsstrategien
Das Ziel des derzeitigen Wirtschaftssystems ist unendliches Wachstum. Damit das funkioniert sehen sich Unternehmengezwungen ihre KundInnen zu immer neuen Käufen zu neuen Käufen zu motivieren. Aktionen wie der Black Friday oder Summer Sales erreichen genau das.

Ich hoffe ich habe dich jetzt nicht mit Informationen erdrückt. Ein Thema wie dieses zeigt wie intransparent damit umgegangen wurde und wie weitreichend es ist. Doch um das E-Waste Problem wirklich lösen zu können ist es meiner Meinung nach wichtig, die Ursachen zu verstehen. Nur dann, können wir aktiv etwas dagegen tun und zur Lösung beitragen. Ein paar Beispiele dafür liest du im nächsten Beitrag.

Quellen:

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