10 Möglichkeiten den Boden zu schützen

Photo by Kyle Ellefson on Unsplash

In den letzten Wochen ging mir der Boden nicht mehr aus dem Kopf. Wo ich hinsah fielen mir nur Bodenprobleme auf. Das ist frustrierend. Deshalb gibt es hier ein paar Lösungsvorschläge:

Ein allgemeingültiges Gesetz in Europa

Europa ein Kontinent wo viele unterschiedliche Kulturen aufeinandertreffen. Nicht nur die Menschen und ihre Denkweisen weichen voneinander ab, sondern auch die Gesetze unterscheiden sich. Allein in Österreich gibt es mehrere Richtlinien und Verordnungen, die den Boden und seine Gesundheit erhalten sollen, jedes Bundesland hat seine eigenen Ansichten zu diesem Thema.

Doch kann man Boden wirklich abgrenzen oder sollte es grundlegende und einheitliche Gesetze geben, die in ganz Europa gelten? Viele Umweltschützer wünschen sich Letzteres, da manche Länder ihre Verantwortung gegenüber dieser Ressource ernster nehmen und andere weniger.

Photo by Jakob Creutz on Unsplash

Die Wirtschaft hat in Europa oft Vorrang. Für mehr Profit nimmt man oft Methoden wie Gentechnologie und Pestizide in Kauf. Dadurch spart man sich vielleicht Zeit und Geld doch nicht auf langfristige Sicht.

Denn die Kosten die anfallen, wenn wir weiterhin so wirtschaften werden uns irgendwann in Rechnung gestellt werden. Dann müssen wir sie alle gemeinsam tragen und welche Ausmaße diese annehmen könnten ist vielen Menschen nicht bewusst. Deshalb wäre es wichtig, dass sich europäische Politiker auch mit diesem Thema beschäftigen und Möglichkeiten finden, die der Wirtschaft aber auch der Umwelt nicht schaden. Da der Boden ja zusammenhängt und als System funktioniert macht es auch wenig Sinn hier Grenzen zu ziehen.

Mehr Grünflächen

Eine Tiefgarage brauchen wir noch und wenn wir schon dabei sind, wären 10 neue Häuserblocks mitten im Nirgendwo doch auch gut oder? Naja mehr oder weniger. Denn wenn wir so weiter machen bleiben uns irgendwann vielleicht nur mehr Flächen aus Asphalt und Beton. Natürlich ist es wichtig Lebensraum für die vielen Menschen auf diesem Planeten zu schaffen. Denn jeder sollte ein Dach über dem Kopf haben. Doch Länder und Städte können sich für Bauweisen entscheiden, die weniger grüne Flächen vernichten. Bürger können sich dafür einsetzen und Grünland erhalten.

Photo by George Hiles on Unsplash

Der Boden ist kein Mülleimer

Wenn wir Plastikflaschen, Zigarettenstummel und anderen Abfall einfach auf den Boden werfen, dann bleiben Überreste länger dort als wir uns vorstellen können. Denn kleine Partikel künstlicher Stoffe sickern in den Boden und beeinflussen das natürliche System.

Es würde schon viel helfen, wenn jeder einzelne darauf achtet was er oder sie wohin wirft. Dazu ist es aber natürlich auch notwendig ausreichend Mülleimer bereit zu stellen.

Photo by Hermes Rivera on Unsplash

Lieber biologisch abbaubar

Eine weitere Möglichkeit wie wir den Boden schützen können ist darauf zu achten was wir konsumieren. Denn wenn Konsumenten die Nachfrage nach umweltverträglichen und biologisch abbaubaren Produkten erhöhen muss der Markt reagieren. Es liegt also gewissermaßen in unserer Hand welche Stoffe in unseren Boden sickern. Denn verwenden wir weniger Chemie, sinkt auch das Risiko diese in den Boden einzutragen. Im Winter können wir zum Beispiel mineralische Streumittel statt Auftausalze verwenden. Wenn du weißt, dass es sich um schadstoffhaltige Abwässer oder Abfälle handelt, dann ist der richtige Platz dafür der Sondermüll.

Photo by Sindre Aalberg on Unsplash

Reste nutzen

Unmengen an Lebensmitteln landen jeden Tag im Müll. Obwohl sie noch genießbar wären finden sie nicht den Weg in unsere Mägen. Doch vor allem Gemüse kannst du, wenn du es schon wegwerfen musst noch nutzen. Kompost liefert nahrhafte Erde und fördert die Bodenfruchtbarkeit. Auch Bodenlebewesen wie Regenwürmer freuen sich über die richtige Verwertung von Nahrung. Als Gegenleistung helfen sie uns sogar dabei den Boden gesund zu halten.

Photo by Gabriel Jimenez on Unsplash

Richtig Gärtnern

Blumen, Gemüse und Obstbäume gehören in den Garten. Chemische Pflanzenschutzmittel und leichtlösliche Mineraldünger aber nicht. Seinen eigenen Garten naturnah zu pflegen scheint zwar wie ein Tropfen auf dem heißen Stein. Doch würde jeder natürlich gärtnern und zum Beispiel auch auf Torf im Garten verzichten, könnten sich schon viele Flächen erholen. Auch betonierte Innenhöfe können gegen natürliche Methoden wie Rasenpflaster, Kies oder Rindenmulch ersetzt werden.

Photo by Neslihan Gunaydin on Unsplash

Nachhaltige Landwirtschaft

Auch der Trend in Richtung konventionelle Landwirtschaft gleicht einem Rückschritt, wenn man nachhaltig denkt. Denn Pestizide, ständige Eingriffe und Monokulturen haben einen enormen Einfluss auf die Bodengesundheit. Als Konsument kannst du zwar nicht am Acker stehen und verhindern, dass Pestizide, Herbizide und Co gespritzt werden. Doch du kannst einfach biologisch kaufen. Das ist nicht nur besser für die Umwelt, sondern auch für deinen Körper.

Photo by Agence Producteurs Locaux Damien Kühn on Unsplash

Altes Wissen nutzen

Die Weiterentwicklung und Verbreitung von traditionellem Wissen, könnte nicht nur die Qualität des Bodens, sondern auch das Leben vieler Menschen verbessern. In Ländern wo Armut statt Essen auf der Speisekarte steht, wäre es dringend nötig das Wissen über die richtige Handhabung des Bodens zu verbreiten und der Bevölkerung damit eine Erwerbsgrundlage zu ermöglichen.

Stattdessen wird Land in diesen Regionen von großen Konzernen aufgekauft und bis zum letzten Tropfen Wasser ausgesaugt. Denn es kann auch schon viel verbessert werden, wenn Fruchtfolgen und Ruhepausen des Bodens berücksichtigt werden. Viele Bauern wissen wie sie mit dem Boden umgehen müssen. Doch ihr Wissen und dessen Anwendung findet noch immer zu wenig Platz in unseren modernen Systemen.

Eine Kombination aus Tradition und Technologie könnte auch große Fortschritte in Sachen Nahrungssicherheit bewirken. Das wäre wirklich wichtig, vor allem wenn der Bedarf an Lebensmitteln bis 2050 um 70% steigen wird(FAO).

Photo by Patrick Hendry on Unsplash

Ruhezonen schaffen

Naturschutzgebiete egal ob an Land oder im Meer haben großen Einfluss auf die Erhaltung eines Ökosystems. Alle Lebewesen brauchen ihren Platz und wollen ungestört leben. Ruhezonen und Grünzonen zu schaffen die frei von menschlichen Eingriffen sind, hat sich in den letzten Jahren schon sehr bewährt.  Doch es gibt noch Platz. Denn ca. 27.000 Gebiete wurden bis jetzt unter Natura 2000 Schutz gestellt. Das sind etwa 18% der Landfläche in der EU(EC).

Photo by Patrick Hendry on Unsplash

Das waren einige Ansätze wie das eigene Verhalten die Gesundheit des Bodens beeinflusst. Es muss nicht jeder alles auf einmal umsetzen aber wichtig ist etwas zu tun und den Boden im Hinterkopf zu behalten. Vor allem sollte es rechtzeitig und zwar jetzt geschehen.

Denn unserem Planeten stehen harte Zeiten bevor. Diese könnten wir mit einem Wandel unseres Lebensstils ein bisschen abdämpfen. Die prognostizierte Klimakatastrophe könnte zum Beispiel schwächer ausfallen, wenn wir den Boden in den Umweltschutz integrieren.

Ein länderübergreifendes Gesetzt, das Ausbeutung verhindert liegt Umweltschützern schon lange am Herzen doch bisher fanden sie in Europa kein Gehör. Das heißt aber nicht, dass es immer so sein muss.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.