Wenn Fahrräder die Straßen erobern…

Es scheint als würden über Nacht Fahrräder aus dem Boden wachsen. Natürlich ist das nicht so, aber falls dir das auch schon aufgefallen  ist und du wissen möchtest warum Fahrrad-Leihsysteme einige unserer Umweltprobleme lösen könnten, und was wir noch verbessern sollten? Lies weiter und du findest die Antworten auf diese Fragen.

Eine Lösung für die verstopften Straßen in Großstädten ist dringend nötig. Autos und Menschen werden immer mehr und deren Abgase und Lärm gefährden nicht nur die menschliche Gesundheit, sondern auch jene anderer Lebewesen und der Umwelt.

Das Potential des Fahrrads und von Bikesharing-Systemen

Eine bequeme, günstige und effiziente Möglichkeit wie das Fahrrad könnte so einige Probleme lösen. Es gäbe weniger Stau’s, weniger schlechte Laune, weniger Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln und Autos und vor allem weniger Treibhausgase wie CO2, die unsere Erde erwärmen.

Foto: Elias Willenig

Fahrradleihsysteme wie Ofo, Mobike oder Donkeybike haben Großstädte wie Madrid erobert. Man könnte meinen wir sollten uns alle über diese neue Möglichkeit freuen. Doch so ist das nicht ganz, denn immer mehr Menschen beschweren sich über Fahrräder die sich in Müll verwandeln.

https://www.youtube.com/watch?v=UOPx3a6gZg0

Dieses Video erklärt warum immer mehr Menschen gar nicht begeistert von den vielen Fahrrädern zum ausborgen sind. Die Kritik ist auf jeden Fall berechtigt. Denn wenn Räder in Flüssen landen, Straßen versperren, Müllentsorgungsunternehmen die Geduld verlieren, dann läuft etwas falsch.

Die Ursache des Problems

Fahradleihsysteme sind ein typisches Beispiel für eine Sharing Economy. Eine Möglichkeit nicht unnötig Zeug anzuhäufen, den eigenen Konsum einzuschränken, Ressourcen zu schonen und sich bei Bedarf den benötigten Gegenstand auszuborgen.

Viele von uns wissen sicher, dass wir nicht alleine auf dieser Erde leben und sich Müll nicht in Luft auflöst. Doch leider gehen nicht alle Menschen mit dem Besitz von Anderen behutsam um, sondern nutzen die Gelegenheit um mutmaßlich zu zerstören.

Genau dieses Verhalten legt innovativen Systemen wie einer Sharing Economy Steine in den Weg . Oft und so auch in diesem Fall ist es unser eigenes Verhalten, welches dem Erfolg solcher Dienste im Wege steht. Außerdem will Niemand einen Fahrradfriedhof auf den heimischen Straßen.

Das geht doch besser oder?

Daten

Wenn du ein Konto anlegst musst du persönliche Informationen bekannt geben, damit das Fahrrad nachverfolgbar ist. In der digitalen Welt wie wir sie heute kennen hinterlassen wir viele Spuren. Diese Daten interessieren vor allem Unternehmen die dadurch unser Verhalten studieren wollen um ihr Angebot auf unsere Bedürfnisse anzupassen, aber auch um uns Dinge zu verkaufen die wir sonst eigentlich nicht kaufen würden.

Sie sind eine Währung die uns als Konsumenten aus der Tasche gezogen wird. Umso wichtiger ist es, dass die Fahrradleihsysteme sicherstellen keine Daten weiterzugeben und die Konsumenten sich darüber keine Sorgen machen müssen.

Kreditkarte

Nur Menschen die eine Kreditkarte besitzen können Fahrräder ausborgen. Das schließt aber viele Menschen aus, die diesen Service vielleicht auch gerne nutzen würden. Diese Hürde kann man bestimmt aus dem Weg schaffen um somit noch mehr Autos von den Straßen zu entfernen.

Bessere Kontrollen und Wartungen

Die Firmen sollten sicherstellen, dass die Fahrräder nicht zu Müll werden, im guten Zustand sind und oft genutzt werden können. Denn sonst könnte es sein, dass dieses System noch mehr Kritik erntet und eine wirklich gute Möglichkeit die Umwelt zu schonen verloren geht. Doch damit das funktioniert, müssen wir als Konsumenten sorgsam mit den vorübergehenden Weggefährten umgehen, sonst nimmt die Arbeit nie ein Ende.

Mein Fahrrad Test

Falls du jetzt Lust bekommen hast dich auf einen ausgeborgten Sattel zu schwingen, teile ich hier meine Bewertung mit dir. 3 Systeme habe ich getestet und einen klaren Favorit gefunden.

Foto: Elias Willenig

Ofo ist eines der Bikesharing Systeme bei denen du das Fahrrad an vielen öffentlichen Orten stehen lassen kannst. Was du brauchst um ein Fahrrad auszuborgen, ist ein Smart Phone das einen QR Code scannen kann und eine Kreditkarte. Außerdem brauchst du einen Account beim jeweiligen Anbieter

 

Ofo

Ausstattung: sehr gut

Preis: sehr günstig 4 Stunden 2,50

Comfort: einfach an zentralem Ort abstellen

App: übersichtlich und einfach

O bike

Ausstattung: keine Gangschaltung

Preis: günstig, die erste Fahrt ist wie bei ofo gratis

Comfort: gut, überall abstellbar

App: kompliziert und unübersichtlich

Donkey bike

Ausstattung: gut, aber unnötige Rücktrittbremse

Preis: im Vergleich teuer, für 6 Stunden 12 Euro

Comfort: ok, man muss das Fahrrad wieder zurückbringen

App: ok

 

Auch wenn ich persönlich ein großer Fan von Fahrradleihsystemen bin, vor allem hier in Madrid wo ich kein eigenes besitze, ist die  Diskussion über die Fahrräder gerechtfertigt. Denn dadurch können diese Systeme verbessert und zum festen Bestandteil unseres Transportsystems werden.

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