World Economic Forum 2018 und Ungerechtigkeit

Bei der gestrigen Eröffnungsrede vom world economic forum 2018 in Davos, erregte vor allem ein Thema Aufmerksamkeit: Ungerechtigkeit. Was dieses Thema mit Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein zu tun hat, liest du hier.

Hier eine kurze Erklärung was das World economic forum überhaupt ist:

Vertreter aus verschiedensten Bereichen und Ländern treffen also zusammen, um einen nachhaltigen Unterschied in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zu bewirken. Ein guter Anlass um unsere Systeme in Frage zu stellen.

 

4 Botschaften

Bei der open forum debate, hatten vier Sprecher die Möglichkeit eine Motivation für die folgenden Tage zu formulieren, welche sich in den Ergebnissen dieses Forums wiederspiegeln und Ungerechtigkeit bekämpfen soll:

Empathie: In die Schuhe von Anderen schlüpfen um zu verstehen wie unterschiedlich unsere Wege sind.

Zuhören: Aufmerksamkeit schenken um Probleme wahrzunehmen und sie zu lösen.

Inklusion: Alle sollen miteinbezogen werden, nicht nur jene mit Macht und Geld.

Mut: Entscheidungen zu treffen und Systeme nachhaltig zu ändern.

Wirtschaft und Umwelt

Spätestens seit der Brundtland-Kommission der UN 1992 wurde eine dauerhaft umweltgerechte Entwicklung als Leitbild für die kommenden Jahre angesetzt. Das bedeutet Grenzen der Natur zu respektieren und eine nachhaltig menschlicher Bedürfnisse in allen Regionen der Erde zu ermöglichen.

ein Gedanke

Wie wäre es zum Beispiel mit einer Unswelt, statt Umwelt? Denn offensichtlich ist sie mit allem Verbunden, auch mit Menschen und deren Systemen wie der Wirtschaft. Sie ist Teil von uns, und wir von ihr.

 

Zur Veranschaulichung das Fischerspiel:

Dabei gibt es kleine Gruppen die unabhängig voneinander festlegen wie viele Fische sie fischen wollen. Alle versuchen die maximale Anzahl zu er-fischen ohne den Fischbestand zum Erliegen zu bringen. Denn wenn es keine Fische mehr gibt, kann niemand einen Fisch fangen.

Es kommt hier zur sogenannten Nutzungskonkurrenz, die verdeutlicht, dass Ressourcen endlich sind. Damit das nicht passiert, wäre es wichtig, dass sich alle Gruppen zusammensetzen und eine Rate festlegen, damit sich die Fische noch vermehren können und in Zukunft auch noch Fische in den Ozeanen sind.

So haben auch schon kleine Gemeinschaften früher mit sozialen Verträgen gearbeitet, um Nahrung, Energie, Luft und Wasser innerhalb der Gemeinschaft aufzuteilen. Globalisierung hat viele Vorteile, doch ein Nachteil ist, dass wir immer mehr das Gemeinschaftsgefühl verlieren, welches unsere Wirtschaft aber auch uns Menschen nachhaltig prägt.

Hier kommen wir auch zum Nachhaltigkeitsbegriff:
In der Wirtschaft meint man damit, auf eine Art und Weise zu handeln, um derzeitige aber auch zukünftige Bedürfnisse befriedigen zu können und eine Lebengrundlage zu erhalten. 

Club of Rome

Der Club of Rome hat vor fast 50 Jahren eine Studie mit dem Namen „Grenzen des Wachstums“ veröffentlicht. Kurz und knapp kamen sie zu dem Ergebnis, dass wenn die Menschheit weiterwächst, stoßen wir an die Grenzen der lebensnotwendigen Ressourcen werden sie erschöpfen.

Glücklicherweise können Modelle wie dieses nicht alle Faktoren voraussagen, und so gibt es zum Beispiel durch die technische Entwicklung immer noch Nahrung auf dieser Erde.

Doch wie lang? Wenn der Fokus weiterhin auf der Wirtschaft liegt und nicht auf einem ganzheitlichen Konzept. Welches die Endlichkeit der Ressourcen berücksichtigt.

Was ist ungerecht?

Seit 1992 ist viel passiert. Neue Verhandlungen, Ziele, Erfolge aber auch Katastrophen und Krisen. Für die großen Herausforderungen der Erde, gibt es schon Pläne aber es mangelt oft an der Umsetzung, weil die Wirtschaft gegenüber der Umwelt oft Vorrang hat.  Das ist ungerecht.

Ungerecht ist auch, dass die Entscheidungen weniger schwerwiegende Konsequenzen für viele haben kann. Zum Beispiel: die Leute die den Klimawandel mit ihrem luxuriösen Lebensstil verstärken, sind nicht unbedingt jene, die mit Dürre, tödlichen Hitzewellen oder Fluten kämpfen müssen.

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Foren wie das in Davos sind wichtig und der Fokus sollte auch unbedingt auf nachhaltiger Entwicklung liegen. Doch genauso wichtig sind Entscheidungen und Ergebnisse, denn der Umgang mit den Herausforderungen welche die Umwelt in den kommenden Jahren treffen, erlauben uns immer weniger Handlungsspielraum.

Was ist gerecht?

Das bringt uns zur Hauptbotschaft der Eröffnungsrede in Davos. Ungerechtigkeit zu bekämpfen und Gerechtigkeit zu schaffen. Dank der Uns-Welt sind wir Alle, Teil dieser Erde und sollten auch Zugriff auf gemeinsame Güter wie Luft, Erde und Wasser haben.

Jeder der oder die nimmt, kann auch geben, um das System aufrecht zu erhalten und nicht zum Kollabieren zu bringen. Denn die großen Herausforderungen dieses Jahrhunderts können wir nur gemeinsam bewältigen.

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